STIG-Rock
Der Diamant, die Rabatte und die Rechnung dahinter
Stand: 11. August 2026
Ein Kunde kauft einen Diamanten. Der Diamant soll ihm vom ersten Tag an gehören. Während einer Laufzeit von zwölf Monaten erhält er monatliche Rabattgutschriften. Anschließend kann er den Stein ausliefern lassen, selbst verkaufen oder zum ursprünglichen Kaufpreis an das Unternehmen zurückverkaufen.
So wurde das Modell zunächst unter Diamond Solution und seit 2026 unter STIG Rock vorgestellt.
Die entscheidende Frage lautet nicht, ob ein Diamant existiert. Die entscheidende Frage lautet:
Wie kann derselbe Kaufpreis gleichzeitig den Diamanten, hohe monatliche Gutschriften, das mehrstufige Vertriebssystem, sämtliche Betriebskosten und einen möglichen Rückkauf finanzieren?
Dieser Artikel rekonstruiert das Modell anhand der veröffentlichten Unterlagen. Unternehmensangaben, Registerdaten, eigene Berechnungen und offene Nachweise werden bewusst getrennt.
Redaktioneller Hinweis: Der Artikel ist eine journalistische und wirtschaftliche Einordnung. Er enthält keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Eine offene Frage ist kein Beweis für eine bestimmte rechtliche oder wirtschaftliche Bewertung.
1. Vorstellung: Von Diamond Solution zu STIG Rock
Diamond Solution bot sogenannte Solution-Pläne für den Erwerb natürlicher Diamanten an.
Nach den veröffentlichten Unterlagen handelte es sich nicht um einen Fonds, eine Aktie oder eine Kryptowährung. Der Kunde sollte einen physischen Diamanten als Sachwert erwerben.
Die Pläne wurden in unterschiedlichen Größen angeboten. Die dokumentierten Beträge reichten von 100 bis 100.000 US-Dollar. Die reguläre Laufzeit betrug zwölf Monate.
Das Modell bestand aus vier Schritten:
Der Kunde wählt einen Solution-Plan.
Ihm soll unmittelbar ein physischer Diamant zugeordnet werden.
Während der Laufzeit erhält er monatliche Rabattgutschriften.
Nach Ablauf kann er den Diamanten behalten, ausliefern lassen oder zurückverkaufen.
Durch zusätzliche VIP-Pakete konnten die monatlichen Gutschriften nach den veröffentlichten Plänen erhöht werden.
Im Jahr 2026 wurde das Modell neu organisiert. Aus Diamond Solution entstand nach Unternehmensdarstellung die STIG Group. Der bisherige Vertriebsbereich wird seitdem unter dem Namen STIG Rock weitergeführt.
Die aktuelle Webseite beschreibt STIG Rock als Verbindung zwischen Diamanteneigentum, Verwaltung, digitaler Übersicht und internationalem Vertrieb. STIG Rock: aktueller Unternehmensauftritt
2. Die neue Vier-Säulen-Struktur
Die STIG Group stellt ihre Struktur heute mit vier Bereichen dar:
STIG Group: Strategie, Kapital und Unternehmensführung;
STIG International: internationaler Handel mit GIA-geprüften Diamanten;
STIG Rock: Netzwerk, Reichweite und Vertrieb;
Ethical Mines: Beschaffung, Herkunft und konfliktfreie Lieferketten.
Nach der Darstellung des Unternehmens sollen diese Bereiche eine weitgehend geschlossene Wertschöpfungskette bilden: von der Beschaffung des Rohdiamanten über Schliff, Qualitätsprüfung und Handel bis zum Vertrieb an den Kunden. STIG Group: Die Gruppenstruktur
Diese Darstellung beantwortet allerdings noch nicht, welche Bereiche bereits als eigenständige Gesellschaften operativ tätig sind.
Die Gruppenwebseite spricht von „vier spezialisierten Unternehmen“. Im aktuellen Impressum wird als verantwortliche Gesellschaft jedoch ausschließlich die STIG Gemstone FZCO DMCC mit der Register-Nummer DMCC-1007195 genannt. Eigenständige Registerangaben für eine STIG Group, STIG Rock oder Ethical Mines sind dort nicht aufgeführt. STIG Group: Impressum
Das bedeutet nicht, dass es keine weiteren Gesellschaften oder Verträge gibt. Es bedeutet, dass die rechtliche Zuordnung der vier öffentlich dargestellten Bereiche anhand der Webseite allein nicht vollständig nachvollziehbar ist.
Für Kunden ist diese Zuordnung entscheidend:
Mit welcher Gesellschaft wird der Kaufvertrag geschlossen?
Welche Gesellschaft erhält den Kaufpreis?
Welche Gesellschaft schuldet die Rabattgutschriften?
Wer verwahrt den Diamanten?
Wer verspricht den Rückkauf?
Gegen welche Gesellschaft richtet sich ein Liefer- oder Zahlungsanspruch?
Eine Marke kann Leistungen beschreiben. Verpflichtet ist am Ende aber die konkrete Vertragspartei.
3. Die behauptete Wertschöpfung
Das Unternehmen erklärt die monatlichen Gutschriften mit den Margen des Diamantenhandels.
Rohdiamanten sollen direkt eingekauft, geschliffen, geprüft und während der Laufzeit gehandelt werden. Weil klassische Zwischenstufen entfallen, sollen deren Margen nicht bei Brokern, Großhändlern oder Juwelieren bleiben. Ein Teil dieser Handelsspanne werde an die Kunden weitergegeben.
Das klingt zunächst nachvollziehbar: Wer günstiger einkauft und effizienter verkauft, kann einen Preisvorteil erwirtschaften.
Die entscheidende wirtschaftliche Prüfung beginnt jedoch erst danach.
Um die Rechnung nachvollziehen zu können, müssten mindestens folgende Zahlen bekannt sein:
durchschnittlicher Einkaufspreis der Rohdiamanten;
Herkunft, Gewicht und Qualität der eingekauften Steine;
tatsächliche Ausbeute nach dem Schliff;
Kosten für Schliff und Politur;
Kosten für GIA-Berichte oder andere Prüfberichte;
Transport, Versicherung und Lagerung;
erzielte Verkaufspreise in den einzelnen Handelszyklen;
Dauer und Anzahl dieser Handelszyklen;
Höhe der tatsächlich realisierten Handelsmargen;
Finanzierung der monatlichen Gutschriften;
Finanzierung und Umfang bisheriger Rückkäufe.
Diese Berechnungsgrundlagen waren zum Zeitpunkt des Berichts nicht öffentlich vollständig nachvollziehbar.
Auch die aktuelle STIG-International-Seite nennt keine konkreten Einkaufs- oder Verkaufskalkulationen. Sie beschreibt ausgewählte Partnerminen, internationale Handelsnetzwerke und Partner-Schleifereien. Ein Onlineshop befindet sich nach eigener Darstellung noch in Entwicklung; Verkäufe erfolgen über direkte Anfragen und persönliche Beratung. STIG International
4. Die Rechenprobe: Was ist bereits gebunden?
Unsere Berechnung verwendet ausschließlich die Prozentwerte aus den veröffentlichten Produkt- und Businessunterlagen.
Sie prüft nicht, ob die Gutschriften tatsächlich ausgezahlt wurden. Sie zeigt nur, welcher Anteil eines Umsatzes rechnerisch bereits zugesagt beziehungsweise für das Vergütungssystem vorgesehen ist.
Ausgangspunkt sind 100.000 Euro Umsatz.
Berücksichtigt werden:
die Rabattgutschriften des jeweiligen Solution-Plans;
der Unilevel-Bonus von insgesamt 18 Prozent.
Nicht berücksichtigt werden:
Infinity-Bonus;
Matching-Bonus;
Worldpools;
Rangboni;
Einkauf des Rohdiamanten;
Schliff und Politur;
GIA-Prüfung;
Versicherung, Transport und Lagerung;
Verwaltung und Technik;
Rückkäufe;
Steuern und Gebühren;
Unternehmensgewinn.
Plan
Rabattgutschriften
Unilevel-Bonus
Bereits gebunden
Rechnerisch verbleibend
SP5 ohne VIP
37,2 %
18,0 %
55,2 %
44,8 %
SP5 mit VIP 3
73,2 %
18,0 %
91,2 %
8,8 %
SP6 ohne VIP
38,4 %
18,0 %
56,4 %
43,6 %
SP6 mit VIP 3
74,4 %
18,0 %
92,4 %
7,6 %
SP7 ohne VIP
39,6 %
18,0 %
57,6 %
42,4 %
SP7 mit VIP 3
75,6 %
18,0 %
93,6 %
6,4 %
Beim Plan SP7 mit VIP 3 sind von 100.000 Euro damit bereits 93.600 Euro durch Rabattgutschriften und den Unilevel-Bonus rechnerisch gebunden.
Es verbleiben 6.400 Euro.
Aus diesen 6.400 Euro müssten in dieser vereinfachten Betrachtung noch der Diamant, seine gesamte Bearbeitung, Prüfung, Lagerung und Verwaltung sowie sämtliche nicht einbezogenen Boni und der Unternehmensgewinn finanziert werden.
Die Rechnung beweist keine Zahlungsunfähigkeit und keine Unterdeckung. Sie zeigt, welche außergewöhnlich hohe operative Marge erforderlich wäre, damit sämtliche Bestandteile gleichzeitig finanziert werden können.
Eine vollständige Antwort ist nur mit einer vollständigen Kalkulation möglich.
5. Das Vertriebssystem
Neben dem Diamantenkauf besteht ein mehrstufiges Vertriebssystem.
Die veröffentlichten Unterlagen nennen unter anderem:
Unilevel-Bonus;
Infinity-Bonus;
Matching-Bonus;
Worldpools;
Rangboni.
Der Unilevel-Bonus erfasst Verkäufe über mehrere Ebenen. Ab bestimmten Karrierestufen kommen weitere Beteiligungen hinzu. Für Worldpools sollen nach den Unterlagen drei Prozent des weltweiten Umsatzes auf verschiedene Pools verteilt werden. Rangboni können in Form von Diamanten ausgelobt werden.
In einem dokumentierten Vertriebsgespräch wurden hohe persönliche Umsätze und monatliche Einnahmen dargestellt. Der Gesprächspartner erklärte außerdem, er sei im Dezember von TGI gewechselt.
Zwei Aussagen fassen die Gesprächsführung zusammen:
„Das hat Hand und Fuß, alles ist rechtens, alles ist hinterlegt, alles geprüft.“
und:
„Du musst nicht einmal selber was kaufen, dass du voll provisionsberechtigt bist.“
Diese Zitate dokumentieren die Aussagen im Gespräch. Sie sind kein unabhängiger Nachweis dafür, dass sämtliche rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Aussagen geprüft wurden.
Für die wirtschaftliche Beurteilung des Vertriebs sind weitere Zahlen erforderlich:
Anteil der Verkäufe an unabhängige Endkunden;
Anteil der Käufe durch Vertriebspartner;
Zahl und Volumen tatsächlicher Rückkäufe;
Höhe sämtlicher ausgezahlter Bonusarten;
Anteil wiederangelegter Gutschriften;
Kosten des internationalen Vertriebs;
Verhältnis zwischen Produktmarge und Vertriebsvergütung.
Erst dann lässt sich erkennen, ob die Wertschöpfung überwiegend aus dem Diamantenhandel oder aus dem fortlaufenden Verkauf neuer Pläne entsteht.
6. Eigentum: Welcher Diamant gehört welchem Kunden?
STIG Rock wirbt mit „Eigentum ab Tag 1“. Genannt werden Kaufvertrag, Rechnung und zertifizierte Lagerung. STIG Rock
Für die praktische Durchsetzbarkeit des Eigentums ist jedoch nicht nur die Formulierung im Vertrag entscheidend. Der konkrete Diamant muss eindeutig identifizierbar und dem Kunden zugeordnet sein.
Ein belastbarer Eigentums- und Bestandsnachweis sollte mindestens enthalten:
genaue Beschreibung des Diamanten;
Karatgewicht, Farbe, Reinheit und Schliff;
individuelle GIA-Berichtsnummer oder gleichwertige Identifikation;
übereinstimmende Laserinschrift am Stein;
Lagerort und unabhängige Lagerbestätigung;
Nachweis der getrennten Verwahrung beziehungsweise eindeutigen Zuordnung;
Versicherungsschutz und Versicherungsnehmer;
Regelung für Verlust, Beschädigung und Austausch;
klaren Herausgabeprozess;
Regelung bei Zahlungsunfähigkeit einer beteiligten Gesellschaft.
Eine bloße Gutschrift im Backoffice oder eine nicht individualisierte Bestätigung würde die Frage nach dem konkreten Stein nicht vollständig beantworten.
Dasselbe gilt für den Rückkauf. Ein Rückkaufversprechen ist nur so belastbar wie die konkrete verpflichtete Gesellschaft und deren Fähigkeit, die Rückkäufe bei Fälligkeit zu finanzieren.
7. Was ein GIA-Bericht bestätigt – und was nicht
In der Werbung wird häufig von „GIA-zertifizierten Diamanten“ gesprochen.
Das GIA selbst verwendet diese Bezeichnung nicht. Es erklärt ausdrücklich, dass es Diamanten weder zertifiziert noch bewertet. Das Institut erstellt Prüfberichte mit technischen Angaben zu Abmessungen, Qualitätsmerkmalen und Identifikation. Ein Geldwert wird darin nicht festgelegt. GIA: Zertifizierung und Bewertung
Ein GIA-Bericht kann unter anderem Form, Farbe, Reinheit, Schliff, Karatgewicht und Behandlungen dokumentieren. Über die Berichtsnummer lassen sich die hinterlegten Angaben prüfen.
Er bestätigt aber nicht automatisch:
den vom Kunden gezahlten Kaufpreis;
den aktuellen Marktwert;
einen garantierten Wiederverkaufspreis;
das Eigentum des Kunden;
den Lagerort;
die Finanzierung der Rabattgutschriften;
die Fähigkeit einer Gesellschaft zum Rückkauf.
GIA untersucht sowohl natürliche als auch im Labor erzeugte Diamanten und kennzeichnet diese unterschiedlich. Ob ein konkreter Stein natürlich oder im Labor hergestellt wurde, lässt sich deshalb über den passenden Bericht und die zugehörige Laserinschrift überprüfen. Ohne diese individuelle Zuordnung ist zu einem bestimmten Stein keine belastbare Aussage möglich. GIA: natürliche und im Labor erzeugte Diamanten
8. Kimberley-Prozess: Herkunftsnachweis mit klaren Grenzen
Ethical Mines erklärt, jeder Diamant sei von der Mine bis zum Markt dokumentiert und die Lieferkette sei vollständig mit dem Kimberley-Prozess vereinbar. Ethical Mines
Der Kimberley-Prozess ist ein wichtiges internationales System. Sein rechtlicher Kern ist jedoch enger, als viele Werbeaussagen vermuten lassen.
Nach den offiziellen Informationen regelt das System vor allem den grenzüberschreitenden Handel mit Rohdiamanten. Jede entsprechende Sendung zwischen teilnehmenden Ländern benötigt ein gültiges staatliches Kimberley-Zertifikat. Geschliffene Diamanten benötigen dagegen kein solches Zertifikat. Kimberley Process: Informationen für Unternehmen · Kimberley Process: FAQ
Ein Kimberley-Zertifikat für eine Rohdiamantensendung ist deshalb nicht automatisch eine lückenlose individuelle Herkunftsakte für jeden später geschliffenen Stein.
Für die von STIG dargestellte Rückverfolgbarkeit „von der Mine bis zum Markt“ wären zusätzlich erforderlich:
konkrete Herkunftsmine;
Nummer und Kopie der relevanten Kimberley-Dokumente;
Zuordnung von der Rohdiamantensendung zum geschliffenen Einzelstein;
Dokumentation jedes Eigentums- und Verarbeitungsschritts;
Namen der beteiligten Schleifereien, Händler und Verwahrer;
unabhängige Prüfung dieser Kette.
Die aktuelle STIG-Webseite beschreibt solche Nachweise allgemein. Öffentlich einsehbare Musterakten oder unabhängige Prüfberichte für die vollständige Kette waren in den ausgewerteten Unterlagen nicht enthalten.
9. Mario Steinrigl und frühere Gesellschaften
Mario Steinrigl trat öffentlich als Führungskraft und Vertriebspartner im Umfeld von Diamond Solution beziehungsweise STIG Rock auf.
In veröffentlichten Beiträgen wurden für das Unternehmen unter anderem folgende Kennzahlen genannt:
Tätigkeit in 16 Ländern;
mehr als 5.800 aktive Vertriebspartner;
mehr als 31 Millionen Euro Umsatz.
Dabei handelt es sich um Unternehmens- beziehungsweise Vertriebsangaben. Eine öffentliche unabhängige Prüfung dieser Zahlen lag dem Bericht nicht zugrunde.
Öffentliche Register dokumentieren außerdem frühere österreichische Gesellschaften im Umfeld von Mario Steinrigl, darunter die ST.M Sachwerte GmbH, die ST.M True Values Holding GmbH und die ST.My Trade GmbH.
Der ursprüngliche Bericht wertete zudem eine gerichtliche Veröffentlichung aus, nach der 2026 ein beantragtes Schuldenregulierungsverfahren mangels Kostendeckung nicht eröffnet und Zahlungsunfähigkeit festgestellt worden war.
Das ist keine strafrechtliche Verurteilung. Die Veröffentlichung dokumentiert ausschließlich den Ausgang dieses konkreten Schuldenregulierungsverfahrens. Sie beweist für sich genommen weder eine Pflichtverletzung bei STIG noch eine bestimmte Qualität des aktuellen Geschäftsmodells.
10. Weitere Entwicklung nach dem Bericht
Die Communityanalyse wurde am 28. Juni 2026 abgeschlossen. Danach kamen zwei öffentlich dokumentierte Entwicklungen hinzu.
Die neue STIG-Webseite
Die neue Gruppenwebseite stellt die Umbenennung und die Vier-Säulen-Struktur inzwischen öffentlich dar. Sie bestätigt damit den Übergang von Diamond Solution zum Vertriebsbereich STIG Rock und die Positionierung von STIG International und Ethical Mines innerhalb des neuen Markenauftritts.
Gleichzeitig bleiben die wirtschaftlichen Kernzahlen weiterhin offen: Einkauf, Verkauf, Margen, Kosten der Handelszyklen, Umfang der Rückkäufe und vollständige Finanzierung sämtlicher Bonusarten werden dort nicht beziffert.
ST.M Sachwerte GmbH in Liquidation
Die österreichische ST.M Sachwerte GmbH wurde laut amtlichem Firmenbuch im Juli 2026 aufgelöst und befindet sich in Liquidation. Mario Steinrigl ist seit dem 21. Juli 2026 als Liquidator eingetragen. EVI/Firmenbuch: ST.M Sachwerte GmbH in Liqu.
Auch daraus folgt keine automatische Aussage über STIG Rock oder die Gesellschaften in Dubai. Es handelt sich um eine andere Gesellschaft. Wegen der öffentlich dokumentierten personellen Verbindung gehört diese Entwicklung jedoch vollständig in die Chronologie.
11. Was ist dokumentiert – und was bleibt offen?
Öffentlich dokumentiert
Diamond Solution bot zwölfmonatige Solution-Pläne für Diamanten an.
Die Pläne kombinierten einen Warenkauf mit monatlichen Rabattgutschriften.
Zusätzliche VIP-Pakete konnten die Gutschriften erhöhen.
Nach Ablauf wurden Auslieferung, Eigenverkauf oder Rückkauf beschrieben.
Neben dem Produkt bestand ein mehrstufiges Vergütungssystem.
Diamond Solution wurde 2026 in die neue Markenstruktur der STIG Group überführt.
STIG Rock bildet heute den Vertriebsbereich.
Das aktuelle Gruppenimpressum nennt die STIG Gemstone FZCO DMCC.
GIA-Berichte können technische Merkmale und die Art eines Diamanten dokumentieren.
Der Kimberley-Prozess regelt staatlich den Handel mit Rohdiamanten zwischen teilnehmenden Ländern.
Die ST.M Sachwerte GmbH befindet sich seit Juli 2026 in Liquidation.
Nicht öffentlich abschließend nachvollziehbar
die vollständige Kalkulation der behaupteten Handelsmargen;
die Finanzierung sämtlicher Rabattgutschriften und Bonusarten;
die Zahl und das Volumen tatsächlich durchgeführter Rückkäufe;
die konkrete rückkaufende Gesellschaft;
die vollständige rechtliche Zuordnung aller vier STIG-Bereiche;
die eindeutige kundengenaue Zuordnung sämtlicher Diamanten;
unabhängige Bestands- und Lagerbestätigungen;
die vollständige Herkunftskette jedes einzelnen Steins;
die unabhängige Prüfung der veröffentlichten Umsatz- und Partnerzahlen;
die wirtschaftliche Gesamtrechnung einschließlich Produkt, Betrieb, Vertrieb und Gewinn.
12. Zusammenfassung
Der Diamant ist nicht die komplizierte Stelle des Modells.
Die komplizierte Stelle ist die Summe der Versprechen rund um den Diamanten.
Der Kunde soll vom ersten Tag an Eigentümer sein.
Er soll über zwölf Monate hohe Gutschriften erhalten.
Mehrere Vertriebsebenen sollen vergütet werden.
Weitere Pools und Rangboni kommen hinzu.
Der Diamant muss eingekauft, geschliffen, geprüft, transportiert, versichert und gelagert werden.
Am Ende soll außerdem ein Rückkauf zum ursprünglichen Kaufpreis möglich sein.
Beim höchsten berechneten Modell sind bereits 93,6 Prozent des Ausgangsumsatzes durch Rabattgutschriften und nur einen Teil der Provisionen gebunden. Für alle übrigen Kosten verbleiben rechnerisch 6,4 Prozent.
Das ist keine abschließende Bewertung. Es ist eine offene Rechnung.
Sie lässt sich nur mit vollständigen Zahlen beantworten: Einkauf, Verkauf, Margen, Kosten, Bestände, Rückkäufe und sämtliche Vergütungen.
Ein Diamant kann geprüft werden.
Ein Geschäftsmodell auch.
Der vollständige Bericht
Der Bericht „STIG Group / Diamond Solution – Communityanalyse“ enthält das Geschäftsmodell, das Vertriebssystem, die vollständigen Rechenbeispiele, das Wortprotokoll des Vertriebsgesprächs, die Registerangaben und sämtliche offenen Fragen.
Der Download ist kostenlos. HustlerBiz dient als Download- und Vertriebsplattform.
Quellen und redaktioneller Hinweis
Grundlage dieses Artikels sind die Communityanalyse vom 28. Juni 2026, Produkt- und Businessunterlagen von Diamond Solution, Veröffentlichungen der STIG Group, öffentliche Register, amtliche Firmenbuchdaten, dokumentierte Vertriebsangaben sowie eigene Berechnungen anhand der veröffentlichten Prozentsätze.
Unternehmensangaben werden als solche kenntlich gemacht. Eigene Berechnungen enthalten keine angenommenen Einkaufs-, Verkaufs- oder Kostenwerte.
STIG, Mario Steinrigl und weitere genannte Beteiligte können überprüfbare Ergänzungen oder Korrekturen einreichen. Nachweisbare Änderungen werden kenntlich gemacht und in die Chronologie aufgenommen.